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Kuriositäten von Siena

Anekdoten, Legenden und kleine Geheimnisse

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Siena ist nicht nur eine Stadt großer Monumente und eindrucksvoller Plätze; sie ist ein verschlungenes Labyrinth aus geflüsterten Geschichten, geheimnisvollen Symbolen und kleinen Details, die dem Blick des eiligen Touristen entgehen. Um die Seele dieser Stadt wirklich zu verstehen, muss man lernen, zwischen den Zeilen ihrer mittelalterlichen Mauern zu lesen und jene Anekdoten aufzuspüren, die jede Gasse zu einem Kapitel eines lebendigen Buches machen.

Eines der faszinierendsten Geheimnisse betrifft die Sieneser Wölfin. Beim Spaziergang durch die Stadt werdet ihr überall die Skulptur einer Wölfin bemerken, die zwei Zwillinge säugt – ein Symbol, das wir gemeinhin mit Rom verbinden. Der Legende nach wurde Siena von Senio und Ascanio, den Söhnen Remus’, gegründet, die nach der Tötung ihres Vaters durch den Onkel Romulus aus Rom flohen. Sie brachten die Statue der Wölfin mit, die sie aus dem Apollotempel gestohlen hatten, und machten sie zum Symbol ihrer neuen Heimat. Deshalb ist Siena von Wölfen durchzogen, als Zeugnis einer sagenhaften und stolzen Verbindung zu den römischen Ursprüngen.

Eine weitere unverzichtbare Kuriosität betrifft den Torre del Mangia. Sein seltsamer Name hat im engeren Sinn nichts mit Essen zu tun, sondern geht auf den Spitznamen seines ersten Wächters, Giovanni di Balduccio, zurück. Der Mann war berühmt dafür, all seine Einnahmen in den Sieneser Schenken auszugeben, und erhielt so den Beinamen „Mangiaguadagni“ oder, kürzer, „il Mangia“. Wenn die Glocke des Turms läutet, sagen die Sieneser noch heute, es sei die Stimme des Mangia, die die Stadt ruft.

Schließlich könnt ihr, wenn ihr den Blick zu den Fassaden der Adelspaläste hebt, Ringe aus Schmiedeeisen in den unterschiedlichsten Formen entdecken: Drachen, Pferdeköpfe oder fantastische Wesen. Es waren keine bloßen Verzierungen, sondern wichtige Werkzeuge des mittelalterlichen Lebens, genutzt, um Pferde anzubinden und Fackeln zu halten, die die Straßen erhellten. Jedes Detail, vom vom Handwerker „signierten“ Ziegel bis zur engsten Gasse des Ghettos, erzählt von einem Siena, das seinen rätselhaften Zauber seit über siebenhundert Jahren unversehrt bewahrt hat.

die Anziehung

die Neugier

der Rat

 Die Gasse delle Scotte Einst Teil des jüdischen Ghettos, ist sie eine der engsten und eindrucksvollsten Gassen Sienas, perfekt für Fotos, die das mittelalterliche Flair einfangen. Ascanio, Sohn des Remo, auf der Flucht aus Rom.

 Suche die Pferderinge An den Fassaden der Paläste findest du alte Ringe aus Schmiedeeisen. Sie dienten dazu, Pferde anzubinden und Fackeln zu halten: viele sind echte Werke handwerklicher Kunst.

Die Sieneser Wölfin Siena ist voller Statuen der Wölfin mit Romulus und Remus. Der Legende nach wurde die Stadt von Senio und Ascanio, Söhnen des Remus, gegründet, auf der Flucht aus Rom.

Informationen für den Touristen

 Empfohlene Route: Nimm dir mindestens ein paar Stunden für einen ziellosen Spaziergang, startend in Castelvecchio (dem höchsten und ältesten Viertel), um die weniger bekannten architektonischen Details zu entdecken.

 

Öffnungszeiten: Die meisten architektonischen Besonderheiten befinden sich im Freien, wodurch dieser „Besuch“ kostenlos ist und rund um die Uhr verfügbar.

 

Fotos: Das beste Licht, um die Details der Steine und der engen Gassen einzufangen, ist früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn lange Schatten die Volumen des sienesischen Ziegels betonen.